Lehrer ist ein ewiger Schüler


Ein Wing Chun Lehrer lernt selbst diese einmalige Kampfkunst sein lebenslang. Und damit meine ich nicht, dass ein Lehrer nach 20 Jahren Wing Chun Training immernoch neue Techniken lernt, Nein, er perfektioniert das gelernte. Auch diejenige, die erst vor einem Jahr die Kampfkunst für sich entdeckt haben, werden mir Recht geben, weil, die immer wieder ein Sinneswandel erleben. Jede Bewegung wird mit jedem Trainingsjahr filigraner verstanden, wie ein Diamant, der mit jedem Schliff immer perfekter aussieht. Das betrifft allerdings nur die eigene Übung in Wing Chun. Aber noch ein wichtiger Aspekt möchte ich hier erleuchten:

Wenn ein Schüler selbst mit Unterrichten anfängt, erst dann beginnt er richtig Wing Chun zu lernen!

Wing Chun Lehrer und Schüler

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Zumal betrifft es nicht nur Wing Chun und nicht nur die Kampfkünste allgemein, sondern jegliche Tätigkeit. Überlegt euch selbst, wie viele Sachen wir unbewusst machen! Nehmen wir zum Beispiel einen Fauststoß. Und jetzt beantwortet für sich selbst die Frage: „Wo setzt die Fauststoßbewegung an, mit welcher Muskulatur wird ein Fauststoß unterstützt usw.?“ – Gar nicht so einfach zu beantworten! Dass wir es unbewusst durch die Trainingsjahre gelernt haben, das ist ja klar. Aber jetzt steht ein Schüler vor dir und stellt diese Frage, oder noch besser – „Wie wird der Druck in Chi Sao erzeugt?“ Das ist ungefähr das gleiche, wie wenn wir uns die Frage stellen: „Was passiert genau, wenn man läuft?“

Sich mit solchen Fragen auseinander zu setzen ist ein wichtiger Bestandteil des Erkenntnis in Wing Chun Kampfkunst. Erst dann fängt ein Lehrer sich bewusst darüber Gedanken zu machen und selbst das Gelernte zu verinnerlichen!

SFJ Wing Chun Berlin